Verfasst von: Daniel Drungels | 30. Oktober 2009

Deutschland kondoliert

„Die Bundesregierung verurteilt die Anschläge auf das Schärfste. Der stellvertretende Sprecher des Auswärtigen Amts, Andreas Peschke: „Wir verurteilen diese feigen Anschläge auf das Schärfste, die erneut so vielen unschuldigen Menschen das Leben gekostet haben. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der Märtyrer. Den Verletzten wünschen wir rasche Genesung. Deutschland wird auch weiter an der Seite des irakischen Volkes stehen und es beim Aufbau eines stabilen und demokratischen Landes unterstützen.’“

So meldet sich die deutsche Botschaft in Bagdad zu Wort und Thomas von der Osten-Sacken fragt zurecht, welche Angehörigen gemeint sind, die der Suicide Bombers, die in ihren Kreisen durchaus als solche gelten bzw. ob wir jetzt ganz islamisch political correct etwa jene 24 Kindergartenkinder, die auch bei dem Anschlag umgekommen sind Märtyrer nennen? Weil jeder der im Kampf gegen den Imperialismus als Muslim stirbt, und sei es nur, weil er in einem Bus sass, in den Himmel kommt? (Hut ab Wadinet)

Verfasst von: Daniel Drungels | 29. Oktober 2009

Der Verlust des Bewusstseins von Freiheit

Kurz nach dem Fall der Berliner Mauer und der Öffnung der innerdeutschen Grenze, ich war sieben Jahre alt, fuhren meine Mutter, ein paar Bekannte und ich zum Grenzübergang Horst, um die Menschen aus der Ex-DDR mit einem Gläschen Sekt zu begrüßen. Ich will nicht behaupten, dass ich damals schon verstand, was dort vor sich ging, warum sich Menschen, die sich nicht kannten, glücklich in den Armen lagen. Warum den Erwachsenen, die in ihren stinkenden Autos „aus der Zone“ gefahren kamen, Tränen übers Gesicht liefen. Ich wusste nur, dass „die drüben nichts hatten und auch nicht wegfahren konnten“. Ich begriff damals nicht, dass es um mehr ging, als um Bananen und Autos aus Presspappe. Aber ich konnte spüren, dass dies ein großer Moment sein musste.

Aber ein Moment ist eben nur ein Moment und so schnell und überraschend wie er gekommen war, war er auch wieder vorbei. Die wildfremden Menschen, die sich kurz zuvor noch in den Armen lagen, hatten sich schnell kennen gelernt, ohne sich jedoch jemals näher gekommen zu sein. Sie nannte sich nun Wessis und Ossis. Und während die Ossis enttäuscht darüber waren, dass sie nun zwar überall hinfahren durften aber nicht überall hinfahren konnten, waren die Wessis empört über die Enttäuschung der Ossis. Wenn ich heute darüber nachdenke, dann scheint es, als hätten auch die Erwachsenen damals nicht verstanden, dass es um mehr ging, als um Bananen und Autos aus Presspappe.

Darum kann ich Norbert Bolz nur zustimmen, wenn er in der aktuellen Ausgabe des Cicero feststellt, dass immer mehr Menschen am „Verlust des Bewusstseins von Freiheit“ leiden.

Man prüfe sich selbst: War es nicht die bitterste Erfahrung der vergangenen zwanzig Jahre, wie rasend schnell der Rausch der Freiheit nach unserer großen friedlichen Revolution verflog? Ist der Siegeszug der „Linken“, deren Genealogie nach wenigen Schritten zum Zentrum des DDR-Terrors führt, nicht eine Schande für unser Freiheitsbewusstsein? Wird, weil Freiheit riskant ist, eine Mehrheit immer für die freiwillige Knechtschaft optieren? Der Triumph der Liberalen und das Ausrufezeichen der zwei Prozent für die Piraten bei den Bundestagswahlen fällt ins Jubiläumsjahr des Mauerfalls. Nehmen wir das als gutes Omen für den Freiheitssinn der Deutschen. Der Fall der Berliner Mauer muss unser Geschichtszeichen sein.

Verfasst von: Daniel Drungels | 27. Oktober 2009

Dürfen Musliminnen sexy sein?

Die Firma liaison dangereuse verkauft aufreizende Damenunterwäsche über das Internet und möchte „mit den begehrtesten Dessous-Teilchen verzaubern“. Die Boutique selbst präsentiert sich in einem Werbespot scheinbar provokant, weshalb dieser Spot laut bild.de „für Aufsehen“ sorgen wird.

In dem etwa einminütigen Clip findet sich der Zuschauer in der Rolle eines heimlichen Beobachters wieder. Er beobachtet eine junge attraktive Frau, die sich in der Privatsphäre ihrer Wohnung ausgehfertig macht und sich in aufreizende Unterwäsche kleidet. Sie steigt aus der Dusche, legt Kosmetik auf, zieht den BH an, dann die Nylons, sie schlüpft in die Pumps und so weiter. Die Schönheit begutachtet ihr Werk im Spiegel, dreht sich, spielt mit ihrem Haar und zupft ein letztes Mal den Büstenhalter zurecht, bevor sie sich schließlich eine Burka überstreift und die Wohnung verlässt. Erst dann merkt der Zuschauer, dass er soeben bei einer konservativen Muslima gespannt hat. „Sexyness für alle. Überall“ lautet das Motto dieses kleinen Filmchens. Denn bei liaison dangereuse glaubt man „an grenzenlose Weiblichkeit und Sinnlichkeit“. Was auf den ersten Blick provokant und mutig daherkommt, ist leider nur halbherzig ausgeführt und nicht konsequent zu Ende gedacht.

„Jede Frau kann sinnlich sein, egal was sie liebt, woran sie glaubt oder wo sie lebt“, steht dort auf der Internetseite von liaison dangereuse zur Idee dieses Clips geschrieben. Das wird kaum jemand bestreiten, am wenigsten wohl diejenigen, die der weiblichen Bevölkerung gebieten, sich zu verhüllen. Im Gegensatz zur westlichen Welt, die einem bestimmten Schönheitsideal frönt, wissen traditonsbewusste, konservative, fundamentalistische Muslime (oder wie auch immer man sie nennen will) nämlich nur zu gut, dass jede Frau sinnlich sein kann, ja, dass jede Frau sinnlich ist. So sinnlich sogar, dass die Männer gar nicht anders können, als sich beim Anblick eines Stückchens unbedeckter weiblicher Haut auf das Objekt der Begierde zu stürzen, wie der pawlowsche Hund auf das Leckerli. Weil Männer nach diesem primitiven Reiz-Reaktionsschema funktionieren, ist es zum Schutz der Frau und um der Unzucht Einhalt zu gebieten unbedingt notwendig den weiblichen Körper zu verhüllen, so das oft geäußerte Argument. Der Umkehrschluß ist klar: Eine Frau, die sich nicht verhüllt, fordert damit indirekt dazu auf, missbraucht und vergewaltigt zu werden. Dass die Sexyness auch unter einer Burka lauern kann, darf also sowohl bei Bikini-Fans als auch bei Freunden des textilen Ganzkörperkondoms als unstrittig gelten. Deshalb ist der Slogan auch überhaupt nicht Aufsehen erregend.

Ob eine Frau ein wie auch immer geartetes Schönheitsideal erfüllen kann, also ob sie dazu fähig ist, ist (zumindest aus liberaler Sicht) total egal. Kader Loth und Kate Moss sind nicht weniger frei, weil ihnen diese Fähigkeit meines Erachtens vollkommen abgeht. Es geht einzig und allein um das Recht etwas zu tun oder zu unterlassen, also darum, eine Möglichkeit zu haben, also etwas zu dürfen. Freiheit darf nicht mit der Fähigkeit etwas zu tun oder zu unterlassen verwechselt oder gar gleichgesetzt werden. Die Frage, die liaison dangereuse mit diesem kleinen Werbefilmchen hätte provozieren könnten, müsste also vielmehr lauten, ob es nicht jeder Frau freistehen sollte, sinnlich zu sein. „Jede Frau darf sinnlich sein, egal was sie liebt, woran sie glaubt oder wo sie lebt“, hätte es heißen müssen. Dass dieser kleine aber entscheidende Unterschied bei liaison dangereuse nicht bekannt ist, mag ich nicht glauben. Ich befürchte, man war sich nicht ganz sicher, ob man mit diesem Thema für Aufsehen sorgen darf.

Verfasst von: Daniel Drungels | 18. Oktober 2009

Obama to enter diplomatic talks with raging wildfire

Das Satiremagazin The Onion bearbeitet Obamas Politikansatz in angemessener Weise. Unglaublich witzig.

Verfasst von: Daniel Drungels | 17. Oktober 2009

Obama: Der beste aller möglichen Europäer

Oktober20090007Zugegeben, mich hat die Entscheidung des Nobelpreiskomitee, Barack Obama den Friedensnobelpreis zu verleihen, überrascht und belustigt. Zumal Obamas Nominierung ja nicht einmal zwei Wochen nach seinem Amtsantritt erfolgte. Aber hey, der Mann versteht es halt die Herzen der Menschheit mit Hoffnung zu erfüllen. Und schließlich: Es ist der Wille, der zählt, wie Oma Drungels stets zu sagen pflegte, wenn mir ein Vorhaben misslang, dass ich mit Feuereifer und den besten Vorsätzen begonnen hatte.

Lustiger als die Vergabe des Friedensnobelpreis an jemanden, der außer viel guten Willen nichts vorzuweisen hat, ist die Reaktion all jener, die meinten, Obama habe die Ehrung lediglich zu früh erhalten. Diese Menschen sind unserer Zeit offenbar um ein paar Jahre voraus. Möglicherweise besitzen sie einen Fluxkompensator. In ihren Köpfen ist der Lauf der Geschichte bereits vorgezeichnet. Scheinbar haben sie die Zukunft aus der Glaskugel gelesen. Jedenfalls sind sie der felsenfesten Überzeugung, dass der Tag kommen wird, da die Taliban zum Gillette Fusion Power greifen werden, damit der Bart beim Abwasch nicht ins Spülbecken hängt, wenn sie während der Vätermonate ihren elterlichen Pflichten nachkommen. Sie sind überzeugt, dass der Tag kommen wird, an dem die Al-Quaida Kämpfer dem Terror abschwören und statt ins Paradies ins Paradise Inn streben werden, dass der Tag kommen wird, da Mahmud und der Geliebte Führer in Wien bei IAEA für eine Welt ohne Atomwaffen streiten werden. Das alles ist kein Traum, keine Vision. Es ist die Realität von morgen. Dafür wird Barack Obama schon sorgen.

Mit der Salbung zum Friedensnobelpreisträger weiß sich Barack Obama nun ganz offiziell als paradigmatische Verkörperung unser aller Hoffnung auf endgültigen Weltfrieden anerkannt. Oder in anderen, vertrauteren Worten: als neuer Messias.

Wolfram Eilenberger erklärt, warum die Verleihung des Friedensnobelpreises an Barack Obama mehr über die Sehnsüchte des Westens als über die Friedensfähigkeiten des US-Präsidenten sagt und warum Obama als Führer einer neuen Politreligion missverstehen wird. Die „eng an ­Obama geknüpfte Hoffnung auf eine von gegenseitigem Respekt und Gesprächsbereitschaft geprägte multipolare Welt“ ist eine „rein europäische Wunschvision“, denn „[w]orauf soll ein alter Kontinent, der militärisch so schwach ist, nicht einmal seine eigene Sicherheit gewährleisten kann, global auch anderes hoffen als den zwanglosen Zwang des besseren Arguments“? Dass Obama aber „zwei robuste Kriege anführt“ und den „europäischen Wunschziele[n] auf friedenssichernden Klimaschutz“ eine Absage erteilen wird, darf den Obama-Messianismus nicht stören.

Die Obama-Bewegung begann als politische Aktion und nahm schließlich messianische Züge an. Im Kern steht sie für eine multipolare Welt des vielstimmig gespannten Konsenses, in der jeder Mensch ebenso souverän wie flexibel über seine eigene Identität, Sprache und Rollenfindung verfügen kann. Und was ist schlecht daran?

Nun, womöglich gar nichts. Aber einmal abgesehen davon, dass diese Vision realpolitisch bislang jeder benennbaren Grundlage entbehrt, gibt es durchaus eine nachtdunkle Deutung des Phänomens, sagt doch auch dieser neue Messianismus viel mehr über die Ängste, Kränkungen und Hoffnungen seiner Anhänger als über die eigentlichen Intentionen des angebeteten Führers. Konkret lässt sich die neue europäische Religion als Symptom einer tiefen narzisstischen Selbstbezogenheit diagnostizieren: Ganz offenbar können wir das grundamerikanische Phänomen Obama nur unter der Voraussetzung ertragen, ihn zum besten aller möglichen Europäer zu verklären.

Verfasst von: Daniel Drungels | 16. Oktober 2009

Talk is cheap

In meinem Videokommentar vom 27.September hatte ich die These aufgestellt, dass es nicht ausreichen wird, nur mit Sanktionen zu drohen, wenn die USA und ihre Verbündeten die islamische Republik davon abhalten wollen ihr Atomprogramm weiter auszubauen.

Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Tonfall gegenüber den Machthabern in Teheran gerade merklich verschärft. Von einer Bedrohung für die internationale Ordnung war die Rede, davon, dass die internationale Staatengemeinschaft nun eine klare Grenze ziehen und die islamische Republik schnellstmögliche Aufklärung betreiben müssen. US-Präsident Obama hatte dem russischen Präsidenten Medwedew sogar dessen Unterstützung bei der Durchsetzung schärferer Sanktionen angerungen und auch einen Militärschlag nicht ausgeschlossen.

Gleichzeitig äußerte ich den leisen Verdacht, dass man sich wohlmöglich bereits damit abgefunden habe, dass das Mullahregime über kurz oder lang eine eigene Atombombe bauen können wird und dass diesen markigen Worte wahrscheinlich keine konkreten Maßnahmen folgen werden. Dieser Verdacht scheint sich nun zu bestätigen. Die Zeit für Sanktionen sei noch nicht gekommen, sagte US-Außenministerin Hillary Clinton gestern in Moskau bei einem Treffen mit ihrem russischen Kollegen Sergej Lawrow. Damit ist klar, dass die vor nicht einmal drei Wochen demonstrativ zur Schau gestellte Entschlossenheit nur ein Lippenbekenntniss war, nichts als wohlklingende Worthülsen. Doch damit nicht genug, Lawrow hält sogar extremen Druck auf Teheran derzeit für „kontraproduktiv“. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Man schließt nicht nur konkrete Maßnahmen z.B. in Form von Sanktionen als nicht zielführend aus. Man ist sogar der Ansicht, dass es schon negative Auswirkungen haben könnte, wenn man nur Druck auf die islamische Republik ausübt. Das ist Appeasement at its best.

In Teheran wird man diese neue Entwicklung freudig zur Kenntnis nehmen und sich in der eigenen Haltung bestärkt sehen, dass man, was immer man auch tut, keine Konsequenzen zu fürchten hat. Wer weiß, vielleicht bringt Ahmadinedschad schon bei seinem nächsten Besuch in New York bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen auch einen roten Knopf mit. Vielleicht sogar einen der wirklich funktioniert.

Verfasst von: Daniel Drungels | 12. Oktober 2009

Steuern sind Diebstahl – Ein Gastbeitrag von Bodo Wünsch

Als ich diesen nicht neuen libertären, doch für die meisten Ohren nach wie vor mehr als provokativen Satz zum ersten Mal hörte, und, noch vor Jahren selbst über ihn erschrak, da fiel mir sofort Reinhard K. Sprenger ein, der in seinem 2006er Bestseller “Der dressierte Bürger” von der Vorstellung spricht, Steuern und Abgaben zahlen bzw. Geld für öffentliche oder soziale Angelegenheiten hergeben könne auch freiwillig geschehen. Richtig gelesen: FREIWILLIG!

Ein Gedanke, der utopisch erscheint, aber doch sympathisch ist. Sollte es denn so absurd, so naiv sein? Wie wäre es denn, wenn…

… ich über jeden Euro, den ich 1: 1 für meine Arbeit erhalte, selbst entscheiden könnte,

… ich nicht (etwa als Unternehmer) als Komplize für den Staat meinem Kunden die Mehrwertsteuer auf meine eigene Rechnung setzen muss (und sie dadurch in ihrer psychologischen Wahrnehmung ungewollt erhöhe)

… jede Sicherheit für mein Leib und Leben, eine funktionsfähige Justiz, eine gute Infrastruktur und alles Soziale mit davon abhinge, ob und wie ich meinen Beitrag leiste,

… wenn ich anhand allfälliger Preise sehen könnte, was innere und äußere Sicherheit, unabhängige Gerichte, neue Straßen und die Versorgung Notleidender, also alles Öffentliche wirklich wert sind

… der Staatsapparat von der ihm aufgebürdeten gesetzlichen Pflicht enthoben wäre, den “Finanzbedarf” eines 80-Millionen-Haufens überhaupt zu ermitteln, einen Haushalt “aufzustellen”, Steuern festzusetzen und zu erheben und Steuerschulden einzutreiben,

… es keine überlasteten Finanzbehörden mehr gäbe, sondern jeder selbst in privatwirtschaftlich verwaltete, nach Marktgesetzen handelnde Fonds einzahlt und diese je nach seinem selbsteingeschätzten Bedarf “subventioniert” (geht doch auch, wenn ich auf ein Haus spare),

… Staatsbedienstete, Polizei, Bundeswehr, Justiz, Verkehr, Sozialhilfe für Bürger in Notlagen und ein wettbewerbsfähiges Grundangebot an Bildung nur und erst dann Gelder erhalten, wenn sich ihre Dienstleistungen als besser als jedes rein private Engagement auf diesen Feldern erweisen,

… nicht das natürlicherweise zur Allwissenheit unfähige Regierungspersonal, “steuerliche Anreize” meint setzen zu müssen – und auch diese Leute endlich wahrhaft vom schiefen Anspruch des “nun-macht-doch-was” entlastet werden,

… Politiker einfach nicht mehr den Reiz der Macht hätten, demokratische “Geschenke” je nach Lautstärke ihres Klientels zu verteilen,

… Steuerfahndern und Betriebsprüfern das gesetzlich vorgeschriebene Herumschnüffeln erspart bliebe, das Bürger im Voraus zu Noch-nicht-Kriminellen macht, was uns ganz nebenbei Milliarden von Misstrauens-Geldern wieder ins Land brächte,

… wir darauf vertrauten, dass der Mensch – selbst als Bürger einer komplexen, hoch arbeitsteiligen Gesellschaft – weder gut noch schlecht ist – sondern, so oder so, ohnehin mündiger Entscheider in eigener Sache ist.

Man könnte es ja wenigstens einmal versuchen. Kann eh nur besser werden. Ich mag nicht glauben, dass das an die weiße Wand geredet ist. – Aber wir wissen ja: Wer Macht hat, ist nicht auf Geldverdienen angewiesen. Er erhebt Zwangssteuern. Frei-Willigkeit setzt also Macht-Losigkeit voraus. Und Macht holt man sich, oder man bekommt sie verliehen. Ich denke, es wird höchste Eisenbahn, mit dem “Verleihen” mal vorsichtiger zu sein.

Bodo Wünsch fechtet für konsequenten Liberalismus: Freund unbedingter Frei-Willigkeit, Libero des A’Teams und gelegentlich lautes Mitglied der FDP. Verheiratet, eine Tochter. Geschäftsführer der Thomas-Dehler-Stiftung in München.
Ist mit seinem Haus-Blog Freiheit, Markt, Recht inzwischen komplett zum Antibürokratieteam umgezogen und hat Karl mitgebracht. Beide führen dort das Team Blog F.M.R.

Verfasst von: Daniel Drungels | 11. Oktober 2009

Ökonomie-Erstsemester gewinnt den Nobelpreis

Greg Mankiw lehrt Ökonomie in Harvard und hat außerdem einen ausgezeichneten Sinn für Humor.

Professor Paul Krugman of Princeton, who won the prize in 2008, said Pfuffnick’s award shows great things are expected from him in the coming years.

„In a way, it’s an award coming near the beginning of the first year in grad school of a relatively young economist that anticipates an even greater contribution towards making our economy a better place for all,“ he said. „It is an award that speaks to the promise of Mr Pfuffnick’s message of hope.“

He said the prize is a „wonderful recognition of Pfuffnick’s essay in his grad school application.“

Verfasst von: Daniel Drungels | 11. Oktober 2009

Der Dulsberg ruft!

Tach auch,

am Samstag, 31. Oktober geht’s wieder rund. Im Kulturhof Dulsberg werden wir uns todesmutig in den Kampf gegen Rechts stürzen. Unter dem Motte „Mucke gegen Rechts“ werden wir zusammen mir drei weiteren Bands ein musikalisches Zeichen gegen die braune Brut setzen. Mit von der Partie sind King Sharas Tonsystem, Generated Youth und The Sovereigns. Mit Roots- und Dub-Reggae, Punkrock, Ska-Punk und HipHop wird also einiges geboten.

Die Türen zum Kulturhof Dulsberg öffnen sich um 19.30 Uhr und für schlappe fünf Euronen wird euch Einlass gewährt. Wir würden uns freuen, euch zahlreich vor der Bühne begrüßen zu dürfen.

Verfasst von: Daniel Drungels | 28. September 2009

Have you no shame?

Einen Tag nachdem sich die Generalversammlung der Vereinten Nationen abermals die Blöße gab, als sie dem notorischen Holocaustleugner Ahmadinedschad erneut ein Forum für seine antisemitischen Hasstiraden geboten hatte, liefert der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu mit seiner beeindruckenden Rede eine passende Antwort. (Hut ab Lila)

Besonders empfehlenswert für all jene, die gerne und viel von Deutschlands historischer Verantwortung gegenüber dem Staat Israel sprechen, nur um dann im nächsten Satz den Völkermord an den Palästinensern zu bemühen.

„To those who refused to come and to those who left in protest, I commend you. You stood up for more clarity and you brought honor to your countries. But to those who gave this holocaust denier a hearing, I say on the behalf of my people, the jewish people, and decent people everywhere: Have you no shame? Have you no decency?“

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