Ab und zu versuche ich meine GEZ-Gebühren “abzuschauen”. Wenn ich schon blechen muss, dann will ich die “Gebühren” (schon das Wort ist eine Frechheit, schließlich zahlt man normalerweise nur Gebühren für etwas, das man auch tatsächlich in Anspruch nimmt und nicht dafür, dass man es in Anspruch nehmen kann) wenigstens nicht verfallen lassen. Deshalb begab ich mich gestern im Programm der Öffentlich-Rechtlichen auf die Suche nach etwas sehenswerten und wurde auf Phoenix auch fündig.
Totgelacht! von Ben Lewis beleuchtet den europäischen Kommunismus aus einer ganz eigenen Perspektive und präsentiert eine Ideologie, die im wahrsten Sinne des Wortes totgelacht wurde. Im Film werden einige gesellschaftspolitische Witze erzählt und auf unterhaltsame Weise wird dieser Aspekt des Kommunismus beleuchtet. Er berichtet aber auch von den Schicksalen der Witze-Erzähler, die zum Teil in Gulags endeten, während andere zu Fernseh- und Bühnenstars aufstiegen. Totgelacht! ist wirklich mal eine erfrischende Abwechselung zu den tränenschwangeren Geschichtsdokumentationen, die man sonst im deutschen Fernsehen vorgesetzt bekommt.
In der englischen Originalversion heißt der Film Hammer & Tickle – The Communist Joke Book und feierte 2006 auf dem Tribeca Film Festival seine Premiere. Auf der Website von Ben Lewis gibt es den Trailer und allerhand Ausschnitte zu sehen.
Hier gibt´s ein Interview mit Ben Lewis und hier geht´s zur Hammer & Tickle Website.